EU-Kommission

Antibiotikaresistenz bekämpfen: Neue Vorschriften für Tierarzneimittel angenommen


Die Mitgliedstaaten haben neue Vorschriften für Arzneifuttermittel und Tierarzneimittel beschlossen. Die Verordnung für Arzneifuttermittel soll durch konkrete Maßnahmen zu einer verantwortungsbewussten und umsichtigen Verwendung von Antibiotika bei Tieren führen. Der Rechtsrahmen für Tierarzneimittel wurde an den wissenschaftlichen Fortschritt sowie an die aktuellen Marktbedingungen angepasst. Gleichzeitig haben die Vorschriften über Futtermittel einen erheblichen Einfluss auf die Haltung und Aufzucht von Tieren (einschließlich nicht zur Nahrungsmittelerzeugung genutzten Tieren) und auf die Herstellung von Erzeugnissen tierischen Ursprungs.

 

Die neuen Rechtsvorschriften werden dazu beitragen, einen modernen, innovativen und zweckmäßigen Rechtsrahmen für Tierarzneimittel zu schaffen; Anreize zur Stimulierung von Innovationen zu schaffen; die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln zu erhöhen; die Maßnahmen der EU zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz zu verstärken; eine wirtschaftlich rentable Produktion von sicherem medizinischem Futter in der gesamten EU zu gewährleisten; die Innovation bei medizinischem Futter zu fördern.

Nachdem der Präsident des Europäischen Parlaments und der österreichischen Ratsvorsitz den Text mitunterzeichnet haben, wird er im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt 20 Tage später in Kraft. Drei Jahre nachdem sie in Kraft getreten ist, muss die Verordnung umgesetzt werden.


Pressemitteilung v. 26.11.2018