SG Koblenz

Impfschaden durch Schweinegrippeimpfung


Wer im Anschluss an eine Impfung gegen Schweinegrippe im Jahr 2009 an Narkolepsie, auch Schlafkrankheit genannt, erkrankt ist, kann Anspruch auf Versorgung nach dem Infektionsschutzgesetz haben.


Zum Sachverhalt

Im Jahr 2009 wurde weltweit vor den Folgen der Schweinegrippe gewarnt und die Bevölkerung aufgefordert, sich impfen zu lassen. Die seinerzeit zwölfjährige Klägerin unterzog sich deshalb ebenfalls einer Influenzaimpfung. Einige Monate nach der Impfung traten bei ihr Müdigkeit und weitere Symptome auf, die erst einige Jahre später als erste Anzeichen einer Narkolepsieerkrankung erkannt wurden. Der Antrag auf Versorgung nach dem Infektionsschutzgesetz wurde durch die zuständige Behörde abgelehnt.

Entscheidung des SG

Das SG Koblenz hat der Klage stattgegeben. Nach Auffassung des SG sind europaweit zahlreiche Fälle dokumentiert, die einen Zusammenhang der Impfung mit der Narkolepsie bestätigen und zu Entschädigungsansprüchen geführt haben. Gestützt auf das Gutachten eines medizinischen Sachverständigen sei ein Anspruch der Klägerin auf Versorgungsrente zu bejahen.

SG Koblenz, Urt. v. 5.4.2018 – 4 VJ 4/15


Pressemitteilung des SG Koblenz v. 25.4.2018