Joachim Jahn

Gericht: VW-Vorstand kannte Dieselmanipulation / Beihilfe zur Straftat von Audi


Der Vorstand von VW unter seinem früheren Vorsitzenden Martin Winterkorn wusste nach Ansicht des Landgerichts Krefeld von der Manipulation der Dieselfahrzeuge. Das berichtet die „Neue Juristische Wochenschrift“ (NJW). Der Autokonzern habe damit dem Motorenhersteller Audi geholfen, einen strafbaren Betrug zu begehen, heißt es in dem Urteil weiter. Die Zivilkammer sei von der Kenntnis des VW-Vorstands überzeugt.

 

   Angesichts der Tragweite und Risiken für die „Gesamtgeschicke“ eines so agierenden Konzerns spreche eine tatsächliche Vermutung dafür, dass die Entscheidung für die illegale Abschaltvorrichtung von der Geschäftsleitung selbst getroffen worden sei, heißt es in dem Richterspruch weiter. Bereits auf Grundlage der offenkundigen Tatsachen müsse der Vorstand Kenntnis von der aktiven Täuschung gehabt haben, mit der Audi die Käufer in die Irre geführt habe. Diese Täuschungshandlung sei „nur vorsätzlich denkbar“ (Az.: 7 O 147/16)