EU: Investment in europäischen Supercomputer


Der EU-Ministerrat hat eine Verordnung zur Gründung des Gemeinsamen Unternehmens für europäisches Hochleistungsrechnen (European High Performance Computing - EuroHPC) beschlossen. Die EU bündelt damit Ressourcen aus 25 europäischen Ländern zum Aufbau einer europäischen Hochleistungsrecheninfrastruktur. € 1 Mrd. werden von der EU-Kommission und Mitgliedstaaten in den ersten europäischen Supercomputer investiert.

Supercomputer werden benötigt, um die immer größeren Datenmengen zu verarbeiten, etwa im Bereich der Klimaforschung, Gesundheitsversorgung, erneuerbare Energien und Cyber-Sicherheit. Das Unternehmen soll auch für mehr Unabhängigkeit der EU in der Datenwirtschaft sorgen. Von dem gemeinsamen Unternehmen EuroHPC würden durch die Vergabe öffentlicher Aufträge Impulse für die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Hochleistungsrechen- und Datenversorgungskette in Europa ausgehen. Mithilfe seiner Kompetenzzentren soll es den Hochschulen, der Industrie, kleinen und mittleren Unternehmen sowie öffentlichen Stellen in Europa zur Seite stehen und ihnen Zugang zu einer breiten Palette von Ressourcen, Dienstleistungen und Instrumenten verschaffen.

 

Zweck der beschlossenen Verordnung ist der Aufbau von Hochleistungsrechen- und Dateninfrastrukturen sowie die Unterstützung der diesbezüglichen Forschung und Innovation unter Einbeziehung der Wissenschaftler, der Unternehmen und der Branche. Durch diese Struktur werden öffentliche und private Anwender in Europa einen besseren Zugang zu Hochleistungsrechnern erhalten, was für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unerlässlich ist. Das gemeinsame Unternehmen EuroHPC wird im November 2018 gegründet und soll bis Ende 2026 tätig sein.