Regierung will Medienkompetenz stärken


In einer Anlage zur Antwort (BT-Drs. 19/3649) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (BT-Drs 19/3226) werden Initiativen zur Stärkung der Medienkompetenz, darunter Evaluierungsstudien zu digitalen kindgerechten Angeboten, Schülerwettbewerbe,  Präventionsprogramme gegen Extremismus oder Bedarfsanalysen im Bereich Medienkompetenz, aufgeführt.

Die Vermittlung von Medienkompetenz sei ein wichtiger Faktor, der bei politischem Extremismus eine wichtige Rolle spiele. Die Bundesregierung setze u.a. i.R.d. Nationalen Präventionsplans gegen islamistischen Extremismus Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz um. Ferner sollen über die realisierten Projekte Kompetenzen für die souveräne und demokratische Nutzung des Netzes vermittelt werden.

 

In der Antwort macht die Bundesregierung auch deutlich, sie verstehe Medienkompetenz und digitale Kompetenzen als Schlüsselkompetenzen in der digitalen Gesellschaft, die entscheidend für erfolgreiche Arbeits- und Bildungsbiographien sowie eine souveräne und verantwortungsvolle Nutzung digitaler Instrumente seien. Voraussetzung für eine souveräne Teilhabe an der digitalisierten Gesellschaft sei ein Wissen über die Funktionsweise des Netzes sowie digitaler Medien und Kenntnisse zum Schutz der eigenen Daten. Der Erwerb von Medienkompetenz wird als lebenslanger Prozess betrachtet: Mit der zunehmenden Durchdringung digitaler Medien in unser Leben sei Medienkompetenz Voraussetzung für eine selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe und wesentlicher Teil der Persönlichkeitsbildung. Der Medienerziehung in Familien komme gerade im Kindesalter eine besondere Rolle zu. Das BMFSFJ fördere deshalb Beratungs- und Informationsangebote, die Eltern in ihrer Verantwortung stärken.