Lootboxen verändern Spielewelten


Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) informierte über die Jenaer Gespräche zum Thema Online-Games. Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutierten darüber, ob die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen geeignet sind, die Nutzer zu schützen und gleichzeitig den wachsenden Markt der Online-Spiele als Wirtschaftsfaktor nicht zu stark einzuschränken.

Neben Fragen der anwendbaren Rechtsvorschriften und der Fortentwicklung des europäischen Rechts zum digitalen Binnenmarkt wurde auch der Jugendschutz, vor allem die rechtlichen Grenzen zu Kaufappellen, die sich an Kinder und Jugendliche richten, und der Spezialfall der sog. Lootboxen diskutiert. Diese „virtuellen Beutekisten“ finden sich zunehmend in digitalen Spielen und enthalten verschiedene Dinge oder spielwerte Vorteile, die gewonnen oder gekauft werden können. Weil der Inhalt für das Weiterkommen im Spiel nützlich sein könnte, dieser aber erst nach Erwerb sichtbar wird, könnten die Angebote mit den Glücksspielregelungen und der Suchtprävention kollidieren. Die KJM könnte die Anpreisung im Einzelfall als unzulässige Werbung gegenüber Kindern und Jugendlichen nach dem JMSchStV einstufen. Sie sieht auf Grund der mobilen Zugangsmöglichkeiten zu Online-Games wachsende Gefahren, da spielende Kinder und Jugendliche faktisch der Kontrolle und dem Schutz ihrer Eltern entzogen sind.