Verbraucherzentrale NRW: Streamen ohne Grenzen


Die Verbraucherzentrale NRW (VZ) informierte über den Wegfall der Ländersperren (Geoblocking) für kostenpflichtige Streaming-Dienste. Die Nutzung von bereits bezahlten Diensten sei allerdings auf einen vorübergehenden Aufenthalt begrenzt.

Die im Mai 2017 verabschiedete Portabilitätsverordnung ermöglicht ab dem 20.3.‌2018 grenzenloses Streamen von Inhalten innerhalb der EU. Für kostenpflichtige Abos von Streaming-Diensten gilt, dass bei vorübergehenden Aufenthalten im EU-Ausland die Datenübertragung als Nutzung im Wohnsitzland gilt. D. h., Musik, Serien, Filme oder Live-Übertragungen müssen im Netz so angeboten werden, wie sie für Abonnenten auch an ihrem Wohnsitz verfügbar wären. Wer einen mehrwöchigen Urlaub oder einige Semester im EU-Ausland verbringt, kann dort auf das Streaming-Abo seines Heimatlands zugreifen. Streaming-Anbieter dürfen nach den Angaben der VZ für die Dienstenutzung im EU-Ausland keine zusätzlichen Gebühren erheben. Wenn Nutzer Angebote über ausländische Mobilfunknetze im EU-Ausland streamen, könnten allerdings Zusatzkosten für die Datenübertragung entstehen.