Schadsoftware über Online-Werbung


In einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (BT-Drs. 18/12392) geht es um die Verbreitung von Schadsoftware über Online-Werbung (Malvertising).

Darin verweist die Fraktion darauf, dass der Markt für Online-Werbung immer mehr an Bedeutung gewonnen habe. Charakteristisch für diesen Markt sei die zentrale Rolle von Agenturen, die zwischen den Werbenden und den Webangeboten vermitteln und dafür eigene Infrastruktur einsetzen. So sei es im Regelfall für die Betreiber einer Webseite nicht mehr im Einzelnen nachvollziehbar oder steuerbar, wer dort Werbung betreibt. Dieser Umstand fördere die Verbreitung von Schadsoftware (Malware). Der weltweit durch Malvertising verursachte Schaden soll sich auf ca. US$ 1 Mrd. pro Jahr summieren. Die Abgeordneten fragen u.a., welche Erkenntnisse die Bundesregierung über das Ausmaß von Malvertising und über den dadurch in Deutschland entstandenen Schaden hat und, ob es Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Schutz vor Malvertising gibt.