Daniela Beaujean

Raue / Hegemann (Hrsg.), Münchener Anwaltshandbuch Urheber- und Medienrecht


Peter Raue / Jan Hegemann (Hrsg.), Münchener Anwaltshandbuch Urheber- und Medienrecht, München (C.H. Beck) 2011, ISBN 978-3-406-60450-8, € 148,-

 

MMR-Aktuell 2011, 325991      In der Neuerscheinung der Reihe des Münchener Anwaltshandbuchs konnten die beiden renommierten Herausgeber RA Professor Dr. Peter Raue und RA Professor Dr. Jan Hegemann namhafte Medien- und Urheberrechtler aus Anwaltschaft, Medienunternehmen, Verbänden, Verwertungsgesellschaften und Ministerien als Autoren gewinnen. Entstanden ist ein 1.000-Seiten-Werk, das sich durch Themenvielfalt und Praxisnähe auszeichnet.

 

Das Handbuch orientiert sich eng an den inhaltlichen Anforderungen der Fachanwaltsordnung für das Gebiet des Urheber- und Medienrechts. Die Themen sind daher breit gefächert und reichen vom  Urheber-, Verlags-, Musik-, Presse- und Rundfunkrecht über Jugendmedienschutz, Marken-, Telemedien- und Telekommunikationsrecht bis zum Arbeits-, Sozial- und Verfahrensrecht. Konzentriert auf die relevanten Problemstellungen im jeweiligen Bereich ermöglicht das Handbuch einen schnellen und aktuellen Überblick im beruflichen Alltag, aber auch an vielen Stellen das vertiefte Lesen wie in einem Kommentar. Gelungen sind außerdem die diversen Checklisten, Formulierungsvorschläge, Praxistipps und Muster.

 

Da sich an dem Werk Experten aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern beteiligt haben, eignet es sich nicht nur für die anwaltliche Praxis, sondern kann auch der Wissenschaft, der Rechtsprechung sowie – dank klarer Sprache und Struktur – interessierten Studenten und Rechtsreferendaren sowohl zum Einstieg als auch für einen Rundumblick ans Herz gelegt werden.

 

Angesichts der Vielfalt der Herausforderungen im Urheber- und Medienrecht, die die zunehmende Medienkonvergenz mit sich bringt, ließe sich das Handbuch sicherlich noch um weitere Aspekte – auch bezogen auf die unterschiedlichen Branchen – ausbauen. Eine umfassende Darstellung der zahlreichen „Nischen“ im Urheber- und Medienrecht würde den Umfang eines Handbuchs andererseits mühelos sprengen können.

 

Der schnelle Wandel in einem der dynamischsten Rechtsgebiete, der „Dritte Korb“ des Urheberrechts, die bevorstehende Verabschiedung der TKG-Novelle, die Umsetzung der „Cookie“-Richtlinie und viele weitere aktuelle Entscheidungen in Gesetzgebung und Recht-sprechung auf internationaler/europäischer und nationaler Ebene werden dafür Sorge tragen, dass den Autoren auch in Zukunft die Themen nicht ausgehen werden. Daher darf man sich bereits jetzt auf die nächste Auflage freuen, die auf Grund der erwähnten Entwicklungen nicht ausbleiben darf.

 

Schließlich weckt das Handbuch Interesse, sich auch mit Beiträgen zu befassen, die nicht unmittelbar zum eigenen beruflichen Tätigkeitsschwerpunkt zählen. Einen Seitenblick zu wagen, lohnt vorliegend in jedem Fall.

 

Daniela Beaujean ist Justiziarin des VPRT - Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. in Berlin.