Österreich: Algorithmus soll entscheiden, welche Arbeitslosen gefördert werden


Nach Medienberichten soll in Österreich künftig eine Software bewerten bei welchen Arbeitssuchenden sich eine Förderung lohnt. Österreichs Arbeitsmarktservice (AMS) will ab 2019 flächendeckend eine Software einsetzen, die die Chancen von Arbeitssuchenden bewertet.

Die Tageszeitung „Der Standard“ berichtete, dass ein zentraler Algorithmus aus dutzenden Merkmalen der Betroffenen errechnen soll, wie wahrscheinlich diese bald wieder eine Beschäftigung antreten können. Für Kritik sorgt vor allem der Plan, dass die Förderung derjenigen mit den schlechtesten Aussichten zurückgefahren werden soll. Die Ressourcen sollen künftig bei jenen Personen konzentriert werden, die in einer mittleren Gruppe gelandet sind. Diejenigen in der Gruppe darüber könnten sich selbst helfen und benötigten lediglich Stellenangebote. Bei jenen mit einer schlechteren Perspektive dagegen müsse dagegen viel bezahlt werden, ohne dass es die Aussicht gebe, viele zu vermitteln.