EU: Rat einigt sich auf Entwicklung einer HighTech-Infrastruktur


Der Rat der EU teilte mit, dass er sich darauf geeinigt hat, durch die Gründung eines neuen europäischen, gemeinsamen Unternehmens dem Hochleistungsrechnen einen kräftigen Anschub zu vermitteln. Das „Gemeinsame Unternehmen für europäisches Hochleistungsrechnen“ (EuroHPC) wird die Gestalt einer öffentlich-privaten Partnerschaft annehmen.

Leistungsstarke Supercomputer stehen im Mittelpunkt der fortgeschrittenen Technologien, wenn es um große Herausforderungen wie Vorhersagen in Bezug auf den Klimawandel und um fortgeschrittene Modellierung in der Medizin geht. Ein wesentlicher Teil dieses Anspruchs besteht darin, Forscher und Innovatoren mit den richtigen Fähigkeiten auszustatten und ihnen Zugang zu neuem Wissen und neuen Technologien zu verschaffen. Ziel ist es, bestehende und neue Exzellenzzentren zu vernetzen und auf lange Sicht ein Supercomputer-Ökosystem in Europa einzurichten. Ein Entwicklungszyklus von Technologien der nächsten Generation dauert üblicherweise vier bis fünf Jahre. Hochleistungsrechnen ist eine entscheidende Voraussetzung für die Digitalisierung der Wirtschaft und für die Datenwirtschaft. Die zahlreichen damit verbundenen praktischen Anwendungen werden einer großen Bandbreite von Sektoren der Industrie und der Wirtschaft von Nutzen sein. Das wissenschaftliche Leistungsvermögen, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die Unabhängigkeit Europas hängen davon ab, dass Zugang zu einer Supercomputer- und Dateninfrastruktur von Weltrang besteht, die mit der zunehmenden Komplexität der zu lösenden Probleme Schritt hält.