BNetzA: Unzulässige Ortungsgeräte mit Abhörfunktion


Die BNetzA geht gegen den Verkauf von GPS-/GSM-Trackern vor, die immer häufiger zum Orten von Personen eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um Ortungsgeräte, die per GPS oder GSM die eigenen Positionsdaten ermitteln. Wenn diese zugleich über ein Mikrofon verfügen und mit ihnen Gespräche unbemerkt mitgehört werden können, handelt es sich um eine verbotene Sendeanlage.

Die Anwendungsbereiche der Ortungsgeräte reichen von der privaten Nutzung zur Standortbestimmung von gestohlenen Fahrzeugen, Kindertaschen oder entlaufenen Haustieren bis hin zur geschäftlichen Nutzung durch Einbau in Firmenfahrzeuge oder LKW-Flotten. Zusätzlich zu dieser Ortungsfunktion verfügen manche Tracker nach den Angaben über eine Abhörfunktion. Diese Funktion könnte der Besitzer per App oder SMS-Befehl aus der Ferne aktivieren und anschließend Gespräche unbemerkt abhören. Diese Abhörfunktion könnte grundsätzlich jeder aktivieren, der Kenntnis von der Telefonnummer der SIM-Karte hat. Gegen eine vergleichbare Abhörfunktion ging die BNetzA kürzlich im Zusammenhang mit Kinderuhren vor.

 

Käufern wird geraten, zunächst zu prüfen, ob ihr GPS-/GSM-Tracker über eine Abhörfunktion verfügt. Dies kann man daran erkennen, dass in der Produktbeschreibung bzw. der Bedienungsanleitung des Geräts etwa beschrieben wird, dass dieses über eine „Monitorfunktion“ oder „Mithörfunktion“ verfügt. Häufig wird beschrieben, dass der Tracker zur Gesprächsüberwachung genutzt werden kann. Sofern Käufer von GPS-/GSM-Trackern mit Abhörfunktion bekannt werden, fordert sie die BNetzA auf, das Gerät zu vernichten und einen Nachweis hierüber zu senden. Besitzern dieser Geräte wird empfohlen, die Tracker unschädlich zu machen und Vernichtungsnachweise hierzu aufzubewahren.