BMWi: Kompass zur IT-Verschlüsselung sorgt für mehr Sicherheit


Das BMWi hat am 26.2.2018 eine Studie vorgestellt, die zu dem Ergebnis kommt, dass insbesondere bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) noch großer Nachholbedarf bei dem Einsatz von Verschlüsselungslösungen, z.B. für E-Mails und Datenträger, herrscht. Dies sei aber ein wichtiger Faktor, um die IT-Sicherheit von Unternehmen zu erhöhen und Gefahren durch Angriffe zu minimieren.

Während Großunternehmen zu über 90% Verschlüsselungslösungen einsetzen, ist dies lediglich bei rd. drei Vierteln der KMU der Fall. Die Notwendigkeit für elektronische Verschlüsselung werde zwar oftmals erkannt, die Umsetzung scheitere aber an dem scheinbar hohen Aufwand und der umständlichen Bedienung im Alltag. Deshalb wurden die tieferliegenden Hemmnisse beim Einsatz von Verschlüsselung in der Studie untersucht und in einem ersten Schritt ein Kompass zur IT-Verschlüsselung als Orientierungshilfe für Unternehmen erstellt. Denn es werde immer wichtiger, dass Unternehmen ihr geistiges Eigentum sowie Unternehmens- und Kundendaten vor den immer professionelleren Hackerangriffen schützten.

 

Die Autoren der Studie empfehlen dem Bund auch im Dialog mit der Wirtschaft eine Strategie zu entwickeln, um KMU aktiv für die Nutzung deutscher Public-Key-Infrastrukturen zu gewinnen. Für die flächendeckende HTTPS-Verschlüsslung könnte der Bund eine nicht-kommerzielle Zertifizierungsstelle fördern, die kostenlose TLS-Zertifikate an einen Großteil der Nutzer ausgeben könnte. Als zentrale Unterstützung schlagen die Autoren „eine Online-Informationsplattform sowie die Entwicklung einer Marke zum Thema elektronische Verschlüsselung" vor.