Bitkom: Unternehmen fehlen Fachkräfte für Datenschutz


Nach einer repräsentativen Unternehmensbefragung des Digitalverbands Bitkom fehlt es den Unternehmen für die Umsetzung des Datenschutzes an ausreichend qualifiziertem Personal. Mehr als 56% der Unternehmen in Deutschland hat weniger als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter eingeplant, die sich hauptsächlich mit Datenschutzthemen befassen.

Mit der DS-GVO steigt auch der Arbeitsaufwand. Im Mittelpunkt steht dabei für viele Unternehmen, ein Verarbeitungsverzeichnis für Personendaten zu erstellen. Darüber hinaus müssen sie z.B. Prozesse in der Produktentwicklung anpassen, um dem neuen Grundsatz des Privacy by Design gerecht zu werden und zusätzliche Informationspflichten gegenüber den Kunden berücksichtigen. In genau eine Vollzeitstelle für Datenschutzangelegenheiten investiert gut jedes vierte Unternehmen (27%). Nur 14% der Unternehmen haben mehr als eine Vollzeitstelle für Mitarbeiter vorgesehen, die sich hauptsächlich mit Datenschutz beschäftigen.

 

Voraussichtlich auch im Jahr 2018 entscheidet die EU über die ePrivacy-VO, die ebenfalls zusätzliche Datenschutzvorschriften, die besonders im Bereich der Verarbeitungs- und Speicherfunktion in Endgeräten wie PCs, Tablets oder Smartphones Änderungen bringen wird. Für den Einstieg in die DS-GVO hat der Bitkom u.a. „Fragen und Antworten“ (FAQ) veröffentlicht, die einen ersten Überblick über die Veränderungen zur heutigen Rechtslage geben. Außerdem vier Praxisleitfäden, wie verschiedene Verpflichtungen aus der Verordnung im Unternehmen umgesetzt werden können.