Drogen am Steuer Tendenz steigend


Das Gros der jungen Fahrerinnen und Fahrer ist vernünftig, vorsichtig, macht Fahrfehler aus Unerfahrenheit und nicht aus Unbesonnenheit.

Trotzdem gibt die allgemeine Entwicklung Grund zu vermehrter Besorgnis: Zum einen ist der Anteil der Unfallfahrer und insbesondere der Alkohol-Unfallfahrer unter 25 im Verhältnis zum Gesamt-Unfallgeschehen überproportional hoch.

Zum anderen hat sich im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der durch Drogenunfälle Getöteten mehr als verdreifacht. Zwar darf man bei diesen Daten nicht übersehen, dass verstärkte einschlägige Polizei-Ausbildung zu verbesserter Erkenntnis von Drogeneinfluss geführt hat und bis 1998 von hohen Dunkelziffern auszugehen war. Doch auch jüngere Statistiken bestätigen: Immer mehr Verletzte und Unfalltote sind direkt oder indirekt - Drogenopfer. Und gerade hier trifft es fast ausschließlich die junge Generation. TÜV-Fachleute befassen sich deshalb bereits seit Jahren mit jugendtypischen Verhaltensproblemen, haben geforscht und spezielle Angebote für diese Zielgruppe entwickelt. Und der Bedarf wächst, denn die Ursachen der Probleme sind zum Großen Teil in virulenten Trends der Jugendkultur zu suchen, wie eine im Innenteil vorgestellte Studie nachweist. Analysen wie diese liefern glücklicherweise auch Ansatzpunkt für verkehrspsychologische Korrekturen. Denn die gibt es - wenn man aus der besonderen Lernfähigkeit junger Menschen aktive Lernbereitschaft zu machen versteht . . .

(Quelle: Medizinisch-Psychologische Institute - MPI - der Technischen Überwachungsvereine)


NZV 1/2001