AG Hamburg, Beschluss v. 11. 2. 2009 – 67c IE 1/09

Ergänzungsbeschluss zur Anordnung vorläufiger Verwaltung hinsichtlich Eigenschaft als Hauptinsolvenzverfahren


EuInsVO Art. 3 I; EGInsO Art. 102 § 2

1. Erkennt das Insolvenzgericht im Insolvenzeröffnungsverfahren einen grenzüberschreitenden Vermögensbezug der schuldnerischen Masse ins Ausland, ist das Verfahren als „IE"-Verfahren aktenzeichenmäßig umzutragen.

2. Im Bereich der Anwendung der EuInsVO ist die Geltungswirkung des Art. 16 I EuInsVO durch die ergänzende Klarstellung herbeizuführen, dass das Insolvenzgericht mit der Anordnung einer vorläufigen Insolvenzverwaltung ein Hauptinsolvenzverfahren gem. Art. 3 I EuInsVO betreibt. Dies ist gem. Art. 102 § 2 EGInsO analog zur Zuständigkeit zu begründen. Der Beschluss ist gem. § 9 InsO bekannt zu machen.

AG Hamburg, Beschluss v. 11. 2. 2009 – 67c IE 1/09