EU: Schutz vor Betrug durch besseren Datenaustausch


Der EU-Ausschuss der Datenschutzbehörden hat Leitlinien über die Erstellung von Datenbanken von gekündigten Händlern gebilligt.
In den Leitlinien ist festgelegt, unter welchen Vorraussetzungen Banken Daten über Händler erheben dürfen, deren Verträge über die Teilnahme an Zahlungssystemen von Kreditkarten gekündigt wurde. Die neuen Regelungen sollen die Banken bei der Betrugsverhütung unterstützen und den Datenschutz für die Händler verbessern.

Die EU-Kommission und Datenschutzexperten haben die Leitlinien gemeinsam mit VISA Europe und MasterCard Europe ausgearbeitet. In den Datenbanken dürfen demnach nur Händler aufgenommen werden, deren Vertrag auf Grund von Betrug und anderen Risiken gekündigt wurde. Die Banken können die Daten abfragen, um sich vor Verträgen mit neuen Händlern gegen Verbrechen abzusichern. Zusätzlich soll auch der Datenschutz für die Händler verbessert werden. Deshalb ist in den Leitlinien u.a. festgelegt, wer die Datenbank wofür nutzen darf und wie lange Daten gespeichert werden dürfen. Die Datenbanken enthalten keine Angaben über einzelne Karteninhaber.

Die Leitlinien werden 2005 von VISA und MasterCard umgesetzt. Anfang 2006 wird die Umsetzung von der Artikel-29-Datenschutzgruppe überprüft. Die Leitlinien sind abrufbar unter: http://europa.eu.int/comm/internal_market/payments/fraud/index_de.htm#dataprot. Weitere Informationen über die Datenschutzpolitik der EU sind abrufbar unter: http://europa.eu.int/comm/internal_market/privacy/index_de.htm.

Quelle: PM der EU-Kommission v. 2.3.2005.


MMR 2005, Heft 04, X