EU-Kommission: Bericht zur Urheberschaft an Film- oder audiovisuellen Werken


Die EU-Kommssion hat den Bericht über die Frage der Urheberschaft an Filmwerken oder audiovisuellen Werken in der Gemeinschaft vorgelegt.

Hintergrund des Berichts ist die Richtlinie 92/100/EWG zum Vermiet- und Verleihrecht. Danach sollte eine Harmonisierung des Begriffs der Urheberschaft von Filmwerken oder audiovisuellen Werken dahingehend erfolgen, dass jedenfalls der Hauptregisseur eines Films als Urheber oder einer seiner Urheber anerkannt wird. Der Bericht bestätigt, dass nunmehr alle Mitgliedstaaten den Hauptregisseur des Films als einen seiner Urheber betrachten. Allerdings wird durch die Richtlinie die Frage der Urheberschaft an Filmwerken und audiovisiuellen Werken nicht vollständig harmonisiert. So bestehen in den Mitgliedstaaten weiterhin erhebliche Unterschiede bzgl. der Urheberschaft weiterer – neben dem Hauptregisseur – am Film beteiligter Personen. Diese Probleme werden in der Praxis in der Regel durch vertragliche Vereinbarungen überwunden. Daneben existieren in den Mitgliedstaaten z.T. gesetzliche Bestimmungen über die Übertragung von Rechten an Filmwerken und den vorbestehenden Werken (z.B. § 89 UrhG) auf die Filmproduzenten. Dem Bericht zufolge verursachen diese Unterschiede in den nationalstaatlichen Regelungen keine wesentlichen Schwierigkeiten.

Der Bericht ist abrufbar unter: http://www.europa.eu.int/comm/internal_market/en/intprop/docs/report-authorship_de.pdf?REQUEST=Seek-Deliver&COLLECTION=com&SERVICE=all&LANGUAGE=de&DOCID=502PC0502.


MMR 2003, Heft 2, XVI