Fortsetzung des IDW RS HFA 48 veröffentlicht


IRZ, Heft 11, November 2018, S. 476

Der Hauptfachausschuss (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am 8. Oktober 2018 (IDW Life 10/2018, 962 ff.) eine Fortsetzung der Stellungnahme zur Rechnungslegung „Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9“ (IDW RS HFA 48) zur bilanziellen Abbildung von Modifikationen finanzieller Vermögenswerte veröffentlicht. Damit wurde die letzte bisher noch fehlende Ergänzung von IDW RS HFA 48 vorgenommen. Anlass der Ergänzung ist die Tatsache, dass IFRS 9 „Finanzinstrumente“ nur sehr begrenzt Regelungen zur Bilanzierung von Modifikationen finanzieller Vermögenswerte enthält. Die in IFRS 9 bisher enthaltenen Vorschriften beschränken sich auf die Ermittlung eines Modifikationsgewinns/-verlusts und die Auswirkungen auf den erwarteten Kreditverlust.

Ein bisher im Standard nicht explizit geregelter Bereich bezieht sich auf die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte, obwohl diese wesentliche bilanzielle Auswirkungen bei der Modifikation solcher Vermögenswerte hat. Die IDW-Verlautbarung befasst sich darüber hinaus mit der Frage der Ermittlung des Abgangsergebnisses bei substanziellen Modifikationen sowie des Modifikationsgewinns/-verlusts bei nicht-substanziellen Modifikationen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Auswirkungen einer Modifikation auf die Klassifizierung und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen eingegangen.

Wie alle Stellungnahmen zur Rechnungslegung des IDW zu IFRS-Fragestellungen hat auch IDW RS HFA 48 keine unmittelbar bindende Wirkung für die IFRS-Bilanzierer und steht zudem unter dem Vorbehalt, dass zwischenzeitlich durch den IASB und das IFRS Interpretations Committee keine abweichende Auffassung geäußert wird. Sie ist deshalb auch nicht mit einem Erstanwendungsdatum versehen und kann somit ab sofort angewendet werden.