IASB-Arbeitsprogramm


IRZ, Heft 11, November 2018, S. 475

Seit dem in IRZ 9/2018 erläuterten Stand des Arbeitsprogramms des IASB (IRZ 2018, 420) haben sich folgende Änderungen in den verschiedenen Projektkategorien ergeben (Stand: 26. Oktober 2018):

Im Bereich der Standardsetzung werden nunmehr drei Projekte aufgeführt, da das Projekt Primäre Abschlussbestandteile vom Forschungs- zum Standardsetzungsprojekt erhoben worden ist.

Bei den Projekten zur Standardpflege gab es folgende Änderungen:

  • Im Projekt zu Änderungen der Rechnungslegungsmethoden (vorgeschlagene Änderungen an IAS 8) soll im Dezember 2018 mit der Auswertung der Rückmeldungen begonnen werden (bisher: im vierten Quartal 2018).
  • Hinsichtlich des Projekts zur Klassifikation von Schulden als lang- oder kurzfristig (vorgeschlagene Änderungen an IAS 1) wurde im September 2018 die Veröffentlichung einer – bislang nicht terminierten – Standardänderung entschieden.
  • Ein Standardentwurf zum Projekt zur Berücksichtigung von Kosten im Rahmen der Bestimmung, ob ein Vertrag belastend ist (vorgeschlagene Änderungen an IAS 37), wird nunmehr im Dezember 2018 erwartet (zuvor: viertes Quartal 2018).
  • Das Projekt zur Definition eines Geschäftsbetriebs ist infolge der Verabschiedung einer endgültigen Änderung des IFRS 3 nicht mehr im Arbeitsprogramm enthalten.
  • Die Veröffentlichung einer Standardergänzung im Projekt zur Definition der Wesentlichkeit (vorgeschlagene Änderungen an IAS 1 und IAS 8) im Rahmen der Angabeninitiative wird nunmehr im November 2018 erwartet (zuvor viertes Quartal 2018).
  • Aufnahme eines neuen Projekts zur Aktualisierung eines Verweises auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3), dessen weitere Projektausrichtung der Board im November 2018 erörtern wird.
  • Im Projekt zur Weiterentwicklung der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 hat der Board die geplante Veröffentlichung eines Feedback-Reports auf Dezember 2018 präzisiert (bisher: viertes Quartal 2018).

 

Bei den Forschungsprojekten sind folgende Änderungen zu verzeichnen:

  • Die Veröffentlichung der Zusammenfassung der Projektergebnisse im Projekt zu Zinssätzen wurde auf Dezember 2018 präzisiert (zuvor: viertes Quartal 2018).
  • Aufnahme eines neuen Projekts zu Rohstoffindustrien, für das der nächste Projektschritt eine – noch nicht terminierte – Begutachtung des Forschungsstands sein wird.
  • Über die weitere Ausrichtung im Projekt IBOR-Reform und Auswirkungen auf die Rechnungslegung wird der Board im Dezember 2018 entscheiden (zuvor: viertes Quartal 2018).
  • Aufnahme eines neuen Projekts zu Pensionsleistungen, die von Vermögensrenditen abhängen: Der Board beabsichtigt, sich im zweiten Halbjahr 2018 einen Überblick über den Stand der Forschung zu verschaffen.
  • Die bisher allgemein für das vierte Quartal 2018 geplante Veröffentlichung des Feedback-Berichts im Rahmen der Nachschau zur Einführung von IFRS 13 wurde nunmehr für Dezember 2018 angekündigt. 
  • Die Zusammenfassung der Ergebnisse im Projekt zu anteilsbasierten Vergütungen wurde von September auf Oktober 2018 verschoben.

 

Bei den übrigen Projekten wurde ein neues Projekt zur Aktualisierung der IFRS-Taxonomie 2018 (allgemeine Verbesserungen) in den Arbeitsplan aufgenommen; eine vorgeschlagene Aktualisierung wird im Dezember 2018 erwartet. Nach Veröffentlichung des Standardentwurfs zum Taxonomie-Update-Projekt zu Praxisergänzungen betreffend IFRS 13 sollen die eingegangenen Stellungnahmen im ersten Quartal 2019 erörtert werden.  

Die aktuelle Version des Arbeitsplans (die sich jedoch gegenüber dem vorstehend beschriebenen Stand aufgrund der laufenden Aktualisierung bereits wieder geändert haben kann) ist auf der Website des IASB (www.ifrs.org) tagesaktuell abrufbar.