IASB will Änderungsstandard zu IAS 28 und IFRS 10 aussetzen


IRZ, Heft 9, September 2015, S. 335

Der IASB hat am 10. August 2015 den Standardentwurf ED/2015/7 „Zeitpunkt des Inkrafttretens von Änderungen an IFRS 10 und IAS 28“ veröffentlicht. Damit soll der Zeitpunkt des Inkrafttretens der zuvor vorgenommenen Änderungen an diesen beiden Standards vom September 2014 so lange verschoben werden, bis das Forschungsprojekt zur Bilanzierung nach der Equity-Methode abgeschlossen ist.

Im September 2014 hatte der IASB den Ergänzungsstandard „Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28)“ veröffentlicht (vgl. IRZ 2014, 374). Gleichzeitig beschäftigte sich der Board auch mit der Eliminierung von Erfolgen aus Geschäftsvorfällen zwischen einem Unternehmen und seinen assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures. Für diese Änderungen war ein Entwurf für November 2014 angekündigt, der jedoch nie veröffentlicht wurde. Ein zweiter Versuch, die Vorschläge zu den Sachverhalten zu veröffentlichen, wurde im Februar 2015 unternommen, indem die Frage zusammen mit der Adressierung eines Konflikts der Septemberänderungen mit IAS 28 thematisiert wurde. Daraufhin beschloss der Board, dass die verschiedenen Sachverhalte umfassender im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Equity-Methode behandelt werden sollten. Um zu vermeiden, dass Unternehmen kurz nacheinander zweimal Änderungen an der Equity-Methode umsetzen müssen, hat der IASB jetzt entschieden, den Zeitpunkt des Inkrafttretens der bereits verabschiedeten Änderungen vom September 2014 auf unbestimmte Zeit aufzuschieben, bis er die Änderungen finalisiert hat, die sich ggf. aus dem Forschungsprojekt zur Equity-Methode ergeben.

Stellungnahmen zu der Entscheidung des IASB, wie sie in ED/2015/7 wiedergegeben ist, werden bis zum 9. Oktober 2015 erbeten.