IASB schlägt Änderungen an IAS 7 vor


IRZ, Heft 2, Februar 2015, S. 59

Im Rahmen der Angabeninitiative hat der IASB am 18. Dezember 2014 den Standardentwurf ED/2014/6 „Angabeninitiative (Vorgeschlagene Änderungen an IAS 7)“ veröffentlicht. Mit den Änderungen sollen die Informationen im Hinblick auf die Finanzierungstätigkeiten und die Liquidität eines Unternehmens verbessert werden.

Verbesserte Informationen zu den Finanzierungstätigkeiten eines Unternehmens mit Ausnahme von Eigenkapitalposten: Der IASB schlägt vor, dass ein Unternehmen eine Überleitung der Beträge von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz mit Ausnahme der Eigenkapitalposten für jeden Posten, für den Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen werden, anzugeben hat. Diese Überleitung sollte

 

  • Eröffnungsstände in der Bilanz,
  • Veränderungen während der Berichtsperiode und
  • Schlussstände in der Bilanz umfassen.

 

Zu den vorgeschlagenen Änderungen hat der IASB ein erläuterndes Beispiel in den Entwurf aufgenommen.

Verbesserte Informationen über die Liquidität eines Unternehmens: Hier schlägt der IASB vor, die geforderten Angaben um Erläuterungen zu Beschränkungen zu erweitern, die Auswirkungen auf die Entscheidungen eines Unternehmens im Hinblick auf die Verwendung von Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten haben. Dies umfasst auch Steuerverbindlichkeiten, die sich aus der Repatriierung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten aus dem Ausland ergeben würden.

In dem vorliegenden Entwurf werden vom IASB erstmals auch Änderungen an der IFRS-Taxonomie vorgeschlagen, welche die Auswirkungen der im Standardentwurf enthaltenen Änderungen in XBRL umsetzen. Der Entwurf enthält bisher noch keinen Erstanwendungszeitpunkt. Allerdings wird vorgeschlagen, die Änderungen prospektiv ohne weitere Übergangsvorschriften anzuwenden. Die Kommentierungsfrist für ED/2014/6 endet am 17. April 2014, der Standardentwurf kann auf der IASB-Internetpräsenz (www.ifrs.org) eingesehen werden.