DPR: Prüfungsschwerpunkte 2013


IRZ, Heft 11, November 2012, S. 419

Am 11. Oktober 2012 hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) die folgenden fünf Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2013 bekannt gegeben:


I. Wertminderungen von Vermögenswerten inkl. Goodwill

  • Übereinstimmung der Cash Flow-Prognosen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit der entsprechenden Unternehmensplanung, insbesondere auch hinsichtlich des Planungszeitraums;
  • Plausibilität der geplanten Cash Flows im Detailplanungszeitraum, insbesondere wenn in der Vergangenheit die Planzahlen nicht erreicht werden konnten oder wenn die Annahmen von Marktdaten abweichen;
  • Plausibilität der Wachstumsrate und des Abzinsungssatzes (Abgrenzung der Peer Group bei der Ermittlung der Eigenkapitalkosten; fristenkongruente Ableitung des Abzinsungssatzes);
  • ausreichend präzise Offenlegung der Bewertungsmethoden und der zugrunde liegenden Annahmen.


II. Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

  • Plausibilität der versicherungsmathematischen Annahmen (insbesondere Abzinsungssatz) zur Bestimmung der Verpflichtung;
  • Bestimmung des erwarteten Ertrags aus Planvermögen und Bewertung des Planvermögens;
  • Vollständigkeit der Angaben zu Pensionsverpflichtungen und zum Planvermögen im Konzernanhang;
  • Angaben zu herausgegebenen, aber noch nicht in Kraft getretenen IFRS im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen.


III. Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

  • Zuführung und Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen;
  • Aufwendungen und Erträge aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen;
  • Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit sukzessivem Unternehmenserwerb;
  • Erträge aus negativem Goodwill.


IV. Konzernlagebericht

  • Darstellung der wesentlichen Einflussfaktoren auf die Ertragslage;
  • vollständige und richtige Darstellung von wesentlichen Risiken;
  • Prognoseberichterstattung im Zusammenhang mit Segmenten.


V. Fehlerkorrekturen

  • Verständliche Darstellung der Art des korrigierten Fehlers im Konzernanhang;
  • richtige Darstellung in der Konzernbilanz über drei Perioden sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung.


Diese Schwerpunktsetzung schließt nicht aus, dass die DPR im Einzelfall auch andere Sachverhalte zum Gegenstand ihrer Untersuchungen macht.