IFRS for SMEs


IRZ, Heft 7-8, Juli/August 2012, S. 274

Der IASB hat als ersten Schritt seiner angekündigten regelmäßigen und umfassenden Überprüfung des IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen (IFRS for SMEs) eine Bitte um Einreichung von Informationen (Request for Information) veröffentlicht.

Diesbezüglich plant der IASB, neue und geänderte IFRS zu berücksichtigen, die in Kraft getreten sind, seit der IFRS for SMEs herausgegeben wurde. Daraufhin folgen Überlegungen, ob Änderungen vorgeschlagen werden sollen, um Anwendungssachverhalte zu adressieren, die im Rahmen der umfassenden Überprüfung identifiziert werden.

Auf der Sitzung im Juni 2012 beschloss nun der Board, diese Bitte um Einreichung von Informationen zur umfassenden Überprüfung des IFRS for SMEs herauszugeben. Ziel ist es, die Meinung der Öffentlichkeit einzuholen, ob Bedarf für Änderungen an der vorliegenden Version des IFRS for SMEs besteht. Sollte das der Fall sein, wird gleichzeitig erhoben, welche Änderungen vorgenommen werden sollten. Die jetzt veröffentlichte Bitte um Informationen enthält spezifische Fragen zu einzelnen Abschnitten des IFRS for SMEs (Teil A) sowie allgemeine Fragen zu den Erfahrungen der Anwender (Teil B).

Das Dokument enthält keinerlei vorläufige Sichtweisen des IASB oder der Arbeitsgruppe für die Einführung des IFRS for SMEs (SME Implementation Group, SMEIG). Jedoch stellt der Board in seiner Presseerklärung einen Überblick über die derzeit geplante zeitliche Abfolge des Projekts zur Verfügung. Geplant ist, in der ersten Jahreshälfte 2013 einen Entwurf der Änderungen und Ende 2013/Anfang 2014 einen überarbeiteten Standard zu veröffentlichen. Die Änderungen sollen für Geschäftsjahre ab 2015 in Kraft treten.

Einreichungen zum IFRS for SMEs werden bis zum 30. November 2012 an den IASB erbeten.

Auf der Website des IASB steht im Bereich der Veröffentlichungen zum IFRS for SMEs seit dem 24. Mai 2012 ein weiteres Trainingsmodul für die Anwender des Standards zur Verfügung. Mit diesem Modul zu Abschnitt 31 „Hyperinflation“ sind nun insgesamt 29 Abschnitte des Standards durch Trainingsmodule abgedeckt.