IASB schlägt Änderungen in der Segmentberichterstattung vor


IRZ, Heft 5, Mai 2017, S. 198

Der IASB hat am 29. März 2017 den Änderungsstandard-Entwurf ED/2017/2 „Verbesserungen an IFRS 8 ‚Geschäftssegmente‘ (Vorgeschlagene Änderungen an IFRS 8 und IAS 34)“ veröffentlicht. Mit diesem Entwurf werden Änderungen in insgesamt fünf Bereichen der Segmentberichterstattung vorgeschlagen.

  1. Klarstellungen hinsichtlich der Beschreibung und Abgrenzung des Hauptentscheidungsträgers (chief operating decision maker, CODM) i.S.v. IFRS 8 und der Angaben dazu.
  2. Klarstellungen und Aufnahme weiterer Beispiele zur Identifizierung von Berichtssegmenten.
  3. Klarstellung, dass ein Unternehmen unter bestimmten Umständen Segmentinformationen angeben kann, die über diejenigen hinausgehen, die dem Hauptentscheidungsträger regelmäßig berichtet und von diesem geprüft werden (Erweiterung des management approach).
  4. Klarstellung, dass ausreichend detaillierte Erläuterungen für Überleitungsposten in der Segmentberichterstattung erforderlich sind, damit Adressaten deren Wesen verstehen können.
  5. Wenn im ersten Zwischenbericht nach IAS 34 nach einer Änderung in der Zusammensetzung der Berichtssegmente Segmentinformationen für diese neuen Segmente angegeben werden, soll diese Darstellung auch für alle dargestellten Zwischenberichtsperioden angewendet werden.

 

Der Entwurf enthält vorerst keinen Vorschlag, wann der geänderte Standard in Kraft treten soll. Der IASB will darüber erst während der erneuten Erörterungen entscheiden. Im Hinblick auf die Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung ist der IASB aber bereits zu dem Schluss gekommen, dass eine solche zulässig sein soll, wenn die Änderungen an IFRS 8 und IAS 34 gleichzeitig vorzeitig angewendet werden.

Zu dem jetzt herausgegebenen Änderungsstandard-Entwurf erbittet der IASB Stellungnahmen bis zum 31. Juli 2017.