Deutscher Corporate Governance Kodex


IRZ, Heft 3, März 2017, S. 107

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat am 7. Februar 2017 mehrere Detailänderungen und -ergänzungen am bestehenden Kodex beschlossen. Die Änderungen sollen einen Beitrag zu mehr Transparenz für eine bessere Beurteilung der Unternehmensgovernance durch die Stakeholder leisten. Außerdem wurde internationale Best Practice in den deutschen Kodex für börsennotierte Gesellschaften aufgenommen.

Darüber hinaus hat die Regierungskommission die Präambel des Kodex an zwei Stellen erweitert. Mit diesen Ergänzungen stellt die Kodexkommission in der Präambel heraus, dass gute Unternehmensführung nicht nur rechtskonformes, sondern auch ethisch fundiertes, eigenverantwortliches Verhalten erfordere. Die besondere Verantwortung Institutioneller Anleger in Bezug auf die Ausübung der Eigentumsrechte wird ebenfalls betont.

Die übrigen Änderungen und Ergänzungen wurden im Rahmen der Kodexpflege vorgenommen und betreffen im Wesentlichen folgende Berichtsbereiche:

  • Offenlegung der Grundzüge des Compliance Management,
  • zusätzliche Informationen zum Aufsichtsrat,
  • zusätzliche Informationen zur Kompensation des Wegfalls der verpflichtenden Quartalsberichterstattung börsenorientierter Unternehmen,
  • Spezifizierung der Anforderungen an die Darstellung von Organvergütungen,
  • diverse Anpassungen an gesetzliche Änderungen sowie redaktionelle Änderungen.

Die neue Fassung des Kodex tritt mit Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger in Kraft. Die Änderungen sowie die überarbeitete Fassung des Kodex werden auf der Website der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (www.dcgk.de) veröffentlicht.