EFRAG veröffentlicht Untersuchungsergebnisse zum dynamischen Risikomanagement


IRZ, Heft 3, März 2017, S. 106

Am 30. Januar 2017 hat die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (EFRAG) die Ergebnisse der in 2016 durchgeführten europaweiten Befragungen von insgesamt 15 Banken veröffentlicht, mit denen die Entwicklung einer neuen, hochwertigen Macro-Hedge-Accounting-Lösung durch den IASB in dessen laufendem Arbeitsprojekt unterstützt werden soll.

Als wesentliches Ergebnis der Befragung nennt EFRAG die Tatsache, dass sich mit den gegenwärtigen Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen die Art, wie Banken ihr Zinsrisiko steuern, nicht vollständig sachgerecht abbilden lässt. In diesem Zusammenhang werden insbesondere folgende Aspekte genannt:

  • Verwendung offener Portfolien,
  • die Tatsache, dass das Zinsrisiko von den Banken nach Nettopositionen und nicht nach Bruttopositionen gesteuert wird,
  • die Schwierigkeiten, bestimmte Posten als Teil einer Sicherungsbeziehung nach den gegenwärtigen Regelungen zu designieren.

Einige dieser Sachverhalte wurden bereits bei der Entwicklung von IFRS 9 berücksichtigt, jedoch steht eine umfassende Lösung für dynamisches Risikomanagement weiterhin aus. Mit den Untersuchungsergebnissen möchte EFRAG eine empirische Grundlage zur Entwicklung angemessener Rechnungslegungsregelungen beitragen.

Der Bericht mit den Untersuchungsergebnissen steht auf der Website der EFRAG (www.efrag.org) zum Download zur Verfügung.