IDW: Entwurf des ersten Modulstandards IDW RS HFA 50


IRZ, Heft 1, Januar 2017, S. 13

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) will künftig abgegrenzte Fragen der IFRS-Rechnungslegung in einer einheitlichen und modularen Form behandeln. Durch den modularen Aufbau soll der Kritik an den bisherigen IDW-Stellungnahmen zur Rechnungslegung nach IFRS entgegengewirkt werden. Insbesondere war der Umfang der Ausführungen und die teilweise beliebige Aneinanderreihung von IFRS-Themen in den IDW-Verlautbarungen kritisiert worden. Deshalb sollen IFRS-Fragestellungen künftig in einer deutlich kompakteren Form behandelt werden. Ein Entwurf des ersten der neuen Modulstandards (IDW RS HFA 50) wurde vom IDW am 28. November 2016 verabschiedet.

Das erste Modul befasst sich mit der „Bilanzierung von Versorgungszusagen mit versicherungsförmigen Durchführungswegen angesichts der andauernden Niedrigzinsphase“ nach IAS 19. Zentrale Fragestellung ist der Übergang von einer Bilanzierung eines Plans als beitragsorientierter Plan auf eine Bilanzierung als leistungsorientierter Plan im IFRS-Abschluss, wenn die Inanspruchnahme des Arbeitgebers zum Abschlussstichtag nicht mehr als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt wird.

Der Entwurf kann auf der Internetseite des IDW (www.idw.de) eingesehen und heruntergeladen werden. Die Kommentierungsfrist für die Verlautbarung endet am 24. Januar 2017.