BiBu 2/1996: Titelthema: Rechnungslegung im Krankenhaus


20. Jahrgang; Seiten 25-48; Februar 1996
TITELTHEMA
Rechnungslegung im Krankenhaus

BUCHFÜHRUNG/ RECHNUNGSLEGUNG/ JAHRESABSCHLUSS
Bettina Junker
Rechnungslegung im Krankenhaus S. 25
Holger Goergen
Pflege-Buchführungsverordnung S. 29

KOSTENRECHNUNG/ CONTROLLING
Axel Ehrlich und Mechthild Roelen-Heinemann
Neuorientierung des Krankenhauscontrolling S. 33

EDV/ORGANISATION
Clemens Galuschka und Rudolf J. Scheibner
Neugestaltung von Geschäftsprozessen mit Hilfe der Datenverarbeitung im Krankenhaus S. 36

DER PRAXISFALL
Ralf Schmitz
Krankenhaus und Datenschutz S. 39

STEUERRECHT
Dr. K. Jan Schiffer, Claus J. Peters und Fritz Kup
Jahressteuer-Ergänzungsgesetz 1996 S. 40

ARBEITS-/ SOZIALRECHT
Ralf Schmitz
Arbeitsrecht im Krankenhaus S. 42

BVBB-Nachrichten S. 46

Impressum S. XI

Medizin zur Gesundung der Krankenhausfinanzierung

Bereits mit dem Gesundheitsstrukturgesetz von 1992 wurde ein duales Finanzierungssystem für Krankenhäuser eingeführt (Finanzierung der Investitionen durch die Bundesländer und der laufenden Kosten durch die Krankenkassen über Pflegesätze), das auf eine größere Leistungsorientierung abzielt und somit den Krankenhaus stärken soll. Dennoch weiterhin die Kostenentwicklung in den Kliniken. Seit 1992 sind die Krankenhauskosten um rund 24 Prozent gestiegen; ein finanzieller Kollaps droht.

Ende Januar 1996 wurde daher vom Bundestag mit weitreichenden Budgetkürzungen (Deckelung) eine erste für den Krankenhaus beschlossen. Gemäß dem sind die Beiträge für die Krankenhäuser 1996 an die lineare Steigerungsrate des Bundesangestelltentarifs anzupassen.

Um die der Krankenhäuser u.a. in Form von Rationalisierungsreserven zu mobilisieren, ist mit dem noch nicht verabschiedeten ab 1997 eine gänzliche Finanzierung über Fallpauschalen und Sonderentgelte geplant. Die Entscheidung der hierfür aufzubringenden Mittel wird verstärkt in die Hand der Selbstverwaltungspartner auf Landesebene (Krankenhausgesellschaften und Krankenkassenverbände) gelegt. Sollten die Kosten der Krankenhäuser diese Vergütungsvereinbarungen überschreiten, ist eine durch Zuschüsse ausgeschlossen, d.h., die Kliniken müßten die Defizite dann selbst tragen.

Krankenhäuser durch eine Neugestaltung des Finanzierungssystems zu größerer Wirtschaftlichkeit anzuhalten, ist keine deutsche Erfindung. Schon im Oktober 1983 ist in den Vereinigten Staaten eine Einheitsgebühr pro Patient eingeführt worden, deren Höhe von der jeweiligen Diagnose abhängig gemacht wurde. Dadurch sank (nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Washington) der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt je Patient bereits nach einem Jahr von 9,5 auf 7,5 Tage.

Das unrentabler Krankenhausverwaltungen ähnelt sich: Es mangelt vor allem an einer effizienten Führungs- und Arbeitsorganisation.

Die Optimierung der Geschäftsprozesse als zentrale Aufgabe des Krankenhauscontrolling gehört daher zu den Themen dieser Ausgabe.

 


Vorschau

Die voraussichtlichen Themen der März-Ausgabe 1996 des Bilanzbuchhalter:

  • Währungsumrechnung bei Einzelabschlüssen;
  • Rechnungslegung von Derivaten;
  • Bedeutung, Steuerung und Überwachung des Finanzderivatgeschäfts im Unternehmen;
  • Risikomessung in der Kapitalanlage;
  • Interview: Devisenkurssicherungsgeschäfte bei Exporterlösen.

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Bilanzbuchhalter und Controller e.V. BV/BC

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