BC 1/1998: Titelthema: Controllinganwendungen


22. Jahrgang; Seiten 1-24; Januar 1998
Titelthema
Controllinganwendungen

Kostenrechnung/Controlling
Hildegard Riedinger
Fallstudie zur Kostenplanung im Vertrieb auf Prozeßkostenbasis S. 1

Norbert P. Nüchter
Lineare Programmierung als Controlling-Instrument S. 7

EDV/Organisation
Sabine Schlotmann-Leiers und Lutz Beck
Projektcontrolling mit Hilfe der betriebswirtschaftlichen Komplettlösung Concorde XAL S. 12

Dr. Gabriele Schäfer und Martin Duchscherer
Controlling mit OLAP S. 15

Wirtschaftsrecht

Christian Klette und Heike Heger
Inkasso in der Praxis S. 18

BVBB-Nachrichten S. 22

Impressum S. XI

Vorwärtsbuchhaltung und operatives Controlling

Was in der Finanzbuchhaltung beinah zum gehört, z.B. Umsatzsteuervoranmeldungen und Bankkontoauszüge, läßt sich ohne weiteres als Controllinginstrument nutzen.
Schon mit der Umsatzsteuervoranmeldung, die zum 10. Tag nach Ablauf des in der Regel monatlichen Voranmeldungszeitraums abzugeben ist, wird eine Art Bruttomarge fixiert – und das zeitnah. Sinken die umsatzsteuerpflichtigen Umsätze und/oder steigt der vorsteuerabzugsfähige Aufwand (hinsichtlich der bezogenen Leistungen von Dritten), hat dies Signalwirkung. Zunächst sind die Abweichungsursachen zu klären (Feed-back-Kontrolle), indem beispielsweise den erstellten Angeboten im Unternehmen nachgegangen wird, die nicht zu einem Auftrag geführt haben. Rückmeldungen der potentiellen Kundschaft, was sie daran gehindert habe, die Produkte bzw. Dienstleistungen des eigenen Unternehmens zu ordern, stellen eine Handlungsgrundlage dar.
Selbst bei bekannten saisonalen Umsatzeinbrüchen oder außergewöhnlich hohen Instandhaltungsmaßnahmen schließen sich daran Überlegungen an, wie weiter zu verfahren ist (Feed-forward-Kontrolle): Welche korrigierenden Gegenmaßnahmen sind zur Steigerung der Umsätze bzw. zur Senkung der Kosten zu treffen? Denn darauf soll das Controlling hinwirken, daß Unternehmensziele, wie Gewinn, Eigenkapitalquote, Marktanteil, gehalten und ausgebaut werden können.
In der selben Weise lassen sich periodisch die Bankeinnahmen und -ausgaben für Controllingzwecke instrumentalisieren. Wird gar vom Rechnungswesen eine Planbilanz und Plan-GuV erstellt, sind die Übergänge von der zum operativen Controlling fließend. Denn die Durchleuchtung und Festlegung der voraussichtlichen Umsatz- und Aufwandsentwicklung sowie der Investitionsvorhaben bis zum Jahresende fordert Geschäfts- und Bereichsleitung geradezu zum Lenken und Überwachen der Unternehmensprozesse heraus.
In Zeiten zunehmenden Wettbewerbs ist allerdings der Einsatz von Controllinginstrumenten, die feinere Messungen und effizienteres Steuern der Geschäftsentwicklung ermöglichen, unerläßlich. Hierzu gehören auch die in dieser BC-Ausgabe anhand von Fallbeispielen dargestellte Prozeßkostenrechnung und lineare Programmierung sowie spezifische Controllingsoftware.


Vorschau

Die voraussichtlichen Themen der BC-Februar-Ausgabe 1998:

  • Bewertung von Auslandsforderungen;
  • Finanzierung kurz-/mittelfristiger Exportgeschäfte;
  • Optimale Steuerstrukturierung des Auslandsengagements deutscher Mittelständler;
  • AGB – Vertragsbedingungen bei Exporten;
  • Fallbeispiele zur Abwicklung von Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Organ des Bundesverbandes der
Bilanzbuchhalter und Controller e.V. BV/BC

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