Minijob-Zentrale: Neues Verfahren für alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse


Anfang März 2003 hat die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft mit Sitz in Cottbus und Essen ihre Arbeit aufgenommen.

Bisher mussten Arbeitgeber die Minijobs (geringfügig entlohnte und kurzfristige Beschäftigungen) an die jeweiligen Finanzämter und Krankenversicherungen ihrer Beschäftigten melden. Die Minijob-Zentrale fungiert künftig als zentrale Einzugsstelle.

Kontaktadressen:

  • Bundesknappschaft, Minijob-Zentrale, 45115 Essen,

  • Kostenfreies Service-Telefon: 08000/200504 (montags bis freitags von 7.00 bis 19.00 Uhr),

  • Fax: 0201/384979797,

  • E-Mail:

  • Internet: www.minijob-zentrale.de

Ab dem 1.4.2003 ist die Minijob-Zentrale dann der zentrale Ansprechpartner für Meldungen, Beitragsnachweise und Beitragszahlungen. Sie prüft die Versicherungspflicht bzw. -freiheit, überwacht die Zahlungseingänge, bearbeitet Rückstandsfälle bis hin zu Insolvenzverfahren, zieht die einheitliche Pauschsteuer ein und führt die Lohnfortzahlungsversicherung durch. Im Mittelpunkt steht die Beratung der Arbeitgeber und Minijobber.

In den nächsten Wochen werden alle bestehenden 4,1 Mio. Rentenkonten der bislang erfassten geringfügig Beschäftigten (mit einem monatlichen Arbeitsentgelt bis zu 325 EUR) von den Rentenversicherungsträgern an die Minijob-Zentrale übertragen.

Arbeitgeber, die bereits geringfügig Beschäftigte angemeldet haben, brauchen keine besonderen Meldungen zu erstatten. Sie werden in den nächsten Wochen mit einem Kontrollauszug über die vorliegenden Meldungen für geringfügig entlohnte Beschäftigte informiert.

Die Pauschalbeiträge und Pauschalsteuern für die geringfügig entlohnten Beschäftigten sind von April 2003 an an die Bundesknappschaft zu überweisen.

Praxis-Info:

Vom 1. April 2003 an sind geringfügig entlohnte Beschäftigte mit einem monatlichen Arbeitsentgelt bis zu 400 EUR sowohl im gewerblichen Bereich als auch im Privathaushalt sozialversicherungsfrei. Soweit Beschäftigte bisher ein monatliches Arbeitsentgelt von mehr als 325 EUR bis 400 EUR beziehen und daher sozialversicherungspflichtig sind, werden sie vom 1.4.2003 an sozialversicherungsfrei. Diese Beschäftigten sind daher zum 31.3.2003 bei der bisher zuständigen Krankenkasse abzumelden und zum 1.4.2003 an bei der für geringfügig entlohnte Beschäftigte zuständigen Bundesknappschaft anzumelden (vgl. ausführlich Plenker, BC 3/2003, S. 65 ff.). [Anm. d. Red.]