Neuregelung der Hinzurechnung bei der Gewerbesteuer: Gestaltungshinweise


Mitteilung des DIHK und HDE vom 17.12.2007

Mit Inkrafttreten des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 zum 1. Januar 2008 greifen auch die neuen Hinzurechnungen für Mieten, Pachten und Leasing-Raten bei der Gewerbesteuer.

Wurden bei der Ermittlung der Gewerbesteuer bislang lediglich Dauerschuldzinsen zur Hälfte dem Gewinn zugeschlagen, werden ab kommendem Jahr alle Zinsen und bestimmte Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten, Leasing-Raten und Lizenzen zu einem Viertel dem Gewerbeertrag hinzugerechnet (vgl. ausführlich Barzen, BC 9/2007, S. 253 ff.).

Die Hinzurechnungssätze wurden zwar vor Inkrafttreten der Unternehmensteuerreform noch abgesenkt. Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) sind sie aber nach wie vor „erheblich zu hoch“. Vor allem in den Innenstädten werden die neuen Hinzurechnungen für Immobilienmieten zu enormen Problemen führen; dies ergab auch die DIHK-/HDE-Umfrage „Unternehmensteuerreform bedroht Innenstädte und Nahversorgung“.

 

Praxis-Info!

In einem gemeinsamen Merkblatt erläutern DIHK und HDE den Sachstand und Maßnahmen, welche die Zusatzbelastungen mindern können (siehe pdf-Datei, hier): Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von der Änderung der Rechtsform über die optimale Ausnutzung der Freibeträge bis hin zur Neuverhandlung der Miete. 

 

BC 1/2008