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Top-Meldungen

  • BVerfG: Verfassungsbeschwerde gegen geänderte Bewertung von Rentenbeitragszeiten in der DDR gescheitert

    Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, die sich gegen die geänderte Bewertung von in der DDR zurückgelegten rentenversicherungsrechtlichen Zeiten von Personen, die vor dem 18.05.1990 aus der DDR in die damalige Bundesrepublik übersiedelten, durch das Rentenüberleitungsgesetz (RÜG) und das RÜG-Ergänzungsgesetz richtete. Der davon benachteiligte Beschwerdeführer habe sich weder hinreichend mit der Rechtslage auseinandergesetzt, die der geänderten Rentenberechnung zugrunde liege, noch einen Verstoß gegen Grundrechte schlüssig dargelegt (Beschluss vom 13.12.2016, Az.: 1 BvR 713/13).

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  • BFH: Keine Besteuerung der Barabfindung bei Aktientausch nach Einführung der Abgeltungsteuer
    Erhält ein Aktionär einen Barausgleich anlässlich eines Aktientausches für vor dem 01.01.2009 erworbene ausländische Aktien, die wegen Ablaufs der einjährigen Veräußerungsfrist bereits steuerentstrickt waren, ist die Zahlung nicht in eine einkommensteuerpflichtige Dividende umzuqualifzieren. Dies hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 20.10.2016 entschieden (Az.: VIII R 10/13).
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  • BGH bejaht Mangelhaftigkeit eines Gebrauchtwagens bei internationaler Fahndungsausschreibung
    Ein Fahndungseintrag im Schengener Informationssystem (SIS) kann bei einem Gebrauchtwagen einen zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigenden Rechtsmangel (§§ 433 Abs. 1 Satz 2, 435 Satz 1 BGB) darstellen. Dies hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 18.01.2017 entschieden. Zum einen könne das Fahrzeug dem Halter aufgrund des Eintrags jederzeit auf unbestimmte Zeit entzogen werden. Zum anderen leide möglicherweise auch die Weiterverkäuflichkeit des Pkw, betonte das Gericht (Az.: VIII ZR 234/15).
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  • EuGH bestätigt gemeinschaftliche Geldbuße gegen Toshiba und Panasonic wegen Bildröhren-Kartells
    Die Klage von Toshiba im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Beteiligung an einem Bildröhren-Kartell bleibt erfolglos. Der Europäische Gerichtshof bestätigte mit Urteil vom 18.01.2017 die den Unternehmen Toshiba und Panasonic/MTPD gesamtschuldnerisch auferlegte Strafzahlung in Höhe von 82 Millionen Euro. Der Einwand des Technikkonzerns Toshiba, dass er für eine vom Tochterunternehmen MTPD begangene Zuwiderhandlung nicht zur Verantwortung gezogen werden könne, überzeugte den EuGH nicht. Wenn das Marktverhalten eines gemeinsamen Tochterunternehmens nach gesetzlichen Bestimmungen oder vertraglichen Regelungen von mehreren Muttergesellschaften (Toshiba und Panasonic) gemeinsam festgelegt werden müsse, könne angenommen werden, dass dieses Verhalten auch tatsächlich gemeinsam festgelegt wurde, hieß es in der Begründung (Az.: C-623/15 P).
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Weitere Meldungen

  • Kabinett beschließt Gesetz zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie
    Die Bundesregierung will mehr Sicherheit und Transparenz beim Kauf von Versicherungsprodukten erreichen. Das Kabinett hat dafür am 18.01.2017 den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) beschlossen. Mit dem Gesetz werde es künftig eine klare Trennung zwischen Provisionsvermittlung und Honorarberatung geben, erläuterte Gerd Billen, Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Honorarberater könnten nun Verbrauchern geeignete Versicherungen vermitteln, ohne ihre Unabhängigkeit zu gefährden.
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  • Dobrindt will klare Regeln für Betrieb von Drohnen
    Der Betrieb von Drohnen soll neu geregelt werden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat dazu am 18.01.2017 dem Kabinett eine "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" vorgelegt. Die Regelung solle der Zukunftstechnologie Drohne Chancen eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich erhöhen, betonte Dobrindt.
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  • EGMR-Urteil: Ungarns Polizei schützte Roma nicht vor Gewalt
    Die ungarische Polizei hat nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zwei Roma in einer westungarischen Ortschaft nur unzureichend vor Gewalt und Hassparolen geschützt, die von Teilnehmern einer rechtsextremen Kundgebung ausgingen. Den beiden Klägern sprach das Gericht in Straßburg am 17.01.2017 eine Entschädigung von jeweils knapp 11.000 Euro durch den ungarischen Staat zu. "Die begrenzten Ermittlungen (der ungarischen Polizei) ... stellten keine ausreichende Antwort auf die reale und komplexe Situation dar, wie sie bestanden hatte", heißt es in dem Urteil (Az.: 10851/13). 
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  • Antonio Tajani wird neuer Präsident des EU-Parlaments
    Bei Antonio Tajani wirkte der kurze Wahlkampf um das Präsidentenamt im Europaparlament wie eine große Umarmung. Mit Engelszungen umschmeichelte der 63-jährige Jurist aus Rom bis zuletzt die Kollegen der anderen Fraktionen. "Ich werde alle Abgeordneten und Gruppen unterstützen", versicherte der Kandidat der Europäischen Volkspartei in seiner Bewerbungsrede am 17.01.2017.
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  • Brexit: Premierministerin kündigt Ausscheiden Großbritanniens aus EU-Binnenmarkt an
    Großbritannien wird nicht nur die EU, sondern auch den europäischen Binnenmarkt verlassen. "Wir streben keine Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt an", sagte May bei einer lange erwarteten Grundsatzrede zum Brexit am 17.01.2017 in London. Ihr Land sei dann nicht mehr verpflichtet, "enorme Summen zum EU-Haushalt" beizutragen.
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  • FG Münster: Anteil am Kapital einer ausländischen Gesellschaft bestimmt sich nicht nach tatsächlichen Aktienverkäufen

    Die Berechnung des Anteils am Kapital einer nach US-amerikanischem Recht gegründeten Inc. für Zwecke des § 17 EStG (Gewinn- und Verlustregelung bei der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften) kann nicht nach den tatsächlich im Streubesitz befindlichen Anteilen erfolgen. Das hat das Finanzgericht Münster entschieden. Denn im Interesse einer einfachen Handhabung der Regelung des § 17 EStG müsse die Beteiligung an eine feste Bezugsgröße anknüpfen und könne nicht ständigen Schwankungen unterliegen. Die Revision wurde nicht zugelassen (Urteil vom 06.12.2016, Az.: 7 K 3225/13).

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  • AG Saarbrücken: Künstler nach Liegestützen auf Altar verurteilt

    Ein Altar ist keine Turnmatte: Wegen eines umstrittenen Videoprojekts, das den Saarländer Künstler Alexander Karle bei Liegestützen auf einen Kirchenaltar zeigt, muss dieser jetzt 700 Euro Strafe zahlen. Dazu hat ihn das Amtsgericht Saarbrücken am 17.01.2017 verurteilt. Doch der Künstler beruft sich auf die künstlerische Freiheit und kündigt Berufung an.

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  • OLG Frankfurt a. M.: Vormund muss vor Gericht gegen Mündel aussagen

    Ein gesetzlicher Vormund muss in einem Strafprozess gegen sein Mündel aussagen. Er dürfe die Aussage nicht verweigern, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in einem am 17.01.2017 bekannt gewordenen Beschluss. Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt, das gegen eine Rechtsanwältin ein Ordnungsgeld in Höhe von 250 Euro verhängt hatte.

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  • VG Berlin: Ungarisches Asylverfahren weist keine systemischen Mängel auf

    Das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge in Ungarn leiden gegenwärtig nicht mehr an systemischen Mängeln. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden. Noch Anfang 2015 hatte es in verschiedenen Eilverfahren systemische Mängel für Ungarn bejaht. Die zwischenzeitliche Entwicklung der Verhältnisse in Ungarn rechtfertige eine solche Bewertung nun aber nicht mehr, so das VG in seinen Urteilen vom 13.12.2016, Az.: VG 3 K 509.15 A und andere).

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  • EGMR: Litauischer Häftling hat Recht auf Internetzugang

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat mit Urteil vom 17.01.2017 einem Litauischen Häftling, der sich über Studienmöglichkeiten informieren wollte, das Recht auf einen Internetzugang zugesprochen. Die Verweigerung seitens der Gefängnisbehörden verstoße gegen die Informationsfreiheit. Die Entscheidung betrifft allerdings nur diesen Einzelfall. Eine generelle Pflicht, Gefängnisinsassen einen Internetzugang zu ermöglichen, begründet das Urteil aus Straßburg nicht (Az.:21575/08).

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